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Eigentlich leben die Quallen in Südamerika und dort in tropischen Regionen. Erst vor rund 200 Jahren wurden sie nach Deutschland
eingeschleppt. In diesem Sommer waren offensichtlich die heißen Temperaturen und die Trockenheit für die Qualle angenehm, sagen Experten der Universität Halle. Die Quallen brauchen laut Wolf-Rüdiger Große vom Zoologischen Institut der Universität Halle
warme, klare und sauerstoffreiche Gewässer. Dort entstehen sie aus nur zwei Millimeter langen Polypen, die sich am Boden anheften. Die Qualle vermehrt sich ungeschlechtlich durch Teilung. Nur bei hohen
Wassertemperaturen bilden sie seitlich Medusenknospen, die sich abschnüren. Junge Tiere haben acht oder 16 Tentakeln. Schließlich erreichen die Quallen eine Größe von höchstens 2,2 Zentimetern und besitzen dann
bis zu 614 Tentakeln. Wenn es kühl ist, ruhen die Quallen am Gewässergrund. Bei sonnigem Wetter schwimmen die Tiere zur Wasseroberfläche und gleiten mit ausgebreitetem Mundrand und nach oben
gerichteten Tentakeln beutesuchend durch das Wasser. Die Nahrung dieser ungefährlichen Quallen besteht aus Kleinkrebsen, Rädertierchen und Einzellern. |