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Noch um 1960 war die Dreikantmuschel, auch Wandermuschel oder Zebramuschel genannt, in deutschen Gewässern unbekannt. Heute ist sie die
häufigste Muschelart in unseren Gewässern und Alptraum der Badegäste und Fischer. Die scharfen Kanten verursachen üble Schnittverletzungen. Als einzige Süßwassermuschel haben Dreikantmuscheln freilebende Larven, die in den
Kiemen kleiner Wirtsfische "wandern". Ihre ursprüngliche Heimat ist das Schwarze und Kaspische Meer.Die Muschel, die sich mit sehr zugfesten Fäden aus einer Fußdrüse auf ihrer jeweiligen Unterlage festheftet, wurde über
die Handelsschiffe nach Europa eingeschleppt. Schon bald wurden die Schalentiere zur Plage. Die Massenhafte Verbreitung dieser Muschelart hat in vielen Seen den Bestand von heimischen Großmuscheln gefährdet. Die Dreikantmuschel
besiedelt nämlich auch diese und filtert die Nahrung vor dem "Mund" der Großmuschel weg, so dass diese schlicht verhungert. |