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Die Schleie ist im größten Teil Europas mit Ausnahme von Griechenland, Nordirland und Nordskandinavien verbreitet. Sie
kommt auch im Brackwasser und in den Alpen bis zu 1.600 m über NN vor.Die Schleie bewohnt langsam fließende, weichgründige Gewässer (Brassenregion) sowie flache, warme und krautreiche Seen (Hecht-Schleisee). Hier
hält sie sich tagsüber am Grund zwischen dichten Pflanzenbeständen auf und wird erst in der Dämmerung aktiv. Als äußerst anpassungsfähige (euryöke) Art verträgt sie sowohl niedrigste Sauerstoffgehalte als auch hohe
pH-Werte. Die Schleie ernährt sich vorwiegend von kleinen bodenlebenden Wirbellosen (Insektenlarven, Schnecken, Muscheln) sowie gelegentlich auch von Pflanzen. Schleien erreichen mittlere Längen von 20 - 40 cm. In
nahrungsreichen und warmen Gewässern können sie bis zu 70 cm lang und 6 - 8 kg schwer werden. Die Laichzeit fällt in die Monate Mai - Juli bei einer Wassertemperatur von 18 - 20 Grad. Die Fische schließen sich vorher
zu Schwärmen zusammen und suchen flache, durchsonnte Uferbereiche mit dichtem Unterwasserpflanzenbewuchs auf. Hier werden die ca. 0,8-1 mm großen, klebrigen Eier (300.000 - 900.000/Weibchen) abgelegt. Die Eiablage
erfolgt portionsweise im Abstand von 2 Wochen und kann sich über 2 Monate erstrecken. |