|
Er ist der einzige dieser wirbellosen Tierart, der von jeher in unseren Seen beheimatet war und eine wirtschaftliche Rolle spielte. Die durch
einen Pilz verursachte Krebspest hat in den 30 Jahren dieses Jahrhunderts die großen Bestände unserer Seen vollständig vernichtet. Wir finden ihn heute dank großer Bemühungen wieder in unseren Gewässern, allerdings ist seine
wirtschaftliche Bedeutung heute nicht mehr gegeben. Der Krebs lebt im Uferbereich stehender und fließender Gewässer mit klarem und sauerstoffreichem Wasser, dessen Temperatur nicht dauernd unter 12 Grad Celsius liegen darf. Er
verlässt nur nachts seine Schlupfwinkel und zieht mit gespreizten Scheren vorwärts auf Raub aus. Dabei packt er alles, was er bewältigen kann: Würmer, Schnecken, Muscheln, Frösche, Molche, Fischleich, kranke Fische und am liebsten
frischgehäutete Artgenossen (Butterkrebse). Ausgewachsen werden die Weibchen ca. 12 cm und 80 g schwer, die Männchen ca. 16 cm und 150g schwer. Sie sind dann 5 bis 15 Jahre alt. Die genaue Altersbestimmung ist nicht möglich.
Der Krebs hat aber auch viele Feinde. Der schlimmste Feind ist der Aal, andere Raubfische haben weniger Gelegenheit einen Krebs zu schnappen. Aber auch Wasserratten, Enten und Reiher dezimieren die Bestände. Bei Gefahr flüchtet er
in schnellen „Sprüngen“ nach rückwärts (Krebsgang!). |